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Schaffhauser Nachrichten 2008

Urs Leu macht die «beste Metzgete»

Die Zeit der Metzgeten ist angebrochen. Es gibt einen Verein, der, halb im Spass, halb im Ernst, sich um diese Sonderform der Kulinarik kümmert. In Dörflingen ist er fündig geworden.

VON JURGA RUESCH

DÖRFLINGEN Einmal pro Jahr überreicht der Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste (VBL) an die glücklichen Gewinner den heiss begehrten Preis für die beste Metzgete des Jahres. Der VBL-Verein wurde 1968 von Studenten in Unter-Albis ZH gegründet. Er fand im Laufe der Jahre immer mehr Anhänger, die sich für das Ansehen und die Förderung des Metzgetewesens unermüdlich und ohne Berücksichtigung des anschwellenden Leibesumfangs einsetzen. Man trifft sich zu «Metzgete»-Degustationen. Seit nunmehr über 30 Jahren werden die Wirtinnen und Wirte nach denselben Kriterien geprüft. Bei ungenügenden Qualifikationen wird kein Preis vergeben. Die Auswahl der Lokale trifft der alljährlich wechselnde «Tafelmajor» des Vereins.

In den Kanton Schaffhausen wurde dieser Preis bisher noch nie vergeben. Doch vergangenen Freitag änderte sich dies. Urs Leu (41), Koch im Restaurant «Freihof» in Dörflingen, erhielt den heiss begehrten Preis. Das musste natürlich gefeiert werden. Dazu hat die Familie Leu 60 Gäste eingeladen sowie den Vorstand des VBL. «Tafelmajor» Roland E. Eglin, ein Arzt aus Zug, überreichte nach der gesungenen Vereinshymne ein von Künstlerhand angefertigtes Aufhängeschild samt der Urkunde für die beste Metzgete der Saison 2007/2008. In seiner Ansprache betonte Eglin, dass die strengen Bewertungsvorschriften, wobei nicht nur das Aussehen, Schnitt und Munderotik stimmen muss, eingehalten wurden. Feierlich und würdig wurde die VBL-Hymne gesungen: «Heil dir, geliebtes Schwein, Heil dir, Blutwurstverein, Sanguophilie; Ehre der Leberwurst und dem saumäss’gen Durst. Ehre der VBL-Kunst und des Keilers Brunst.» Da Silva Soares, auch Rosi von den Einheimischen genannt, sagte strahlend: «Ich bin sehr stolz auf meinen Mann Urs Leu, er macht schliesslich alles selber.» Abgerundet wurde dieser besondere Anlass mit Akkordeonmusik von Gerd und Ralf Heller aus Thayngen und einem Dessertbuffet, zubereitet von Monika Aeschlimann.

 


Region - die Wochenzeitung, 23. Juli 2009:

Höchstnoten für Blutwürste, Speck und Schnörrli

SCHWARZENBERG – Bekanntlich gibt es nichts, was es nicht gibt – und das ist auch bei den Vereinen so. Ungefähr der ungewöhnlichste unter ihnen dürfte der Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste sein, kurz VBL genannt. Am Samstag verlieh dieser zwei innovativen Schwarzenbergern den begehrten Preis für die beste Metzgete der Saison 2008/09.

Seit über 30 Jahren prüft der 1968 im zürcherischen Unter-Albis gegründete Verein, dem das Ansehen der Blut- und Leberwürste ein tierisches Anliegen ist, landauf, landab nach einem ausgeklügelten Bewertungskatalog Gastwirte und Metzger auf ihre Kompetenz in Sachen Schwein beziehungsweise dem, was davon bei der Metzgete an Essbarem auf die Platte kommt: Da gehören zum kulinarischen Hochgenuss – nebst dem Aushängeschild «Blut- und Leberwurst» – rechtens auch Speck, Bratwürste, Wädli, Schnörrli und Schwänzli dazu, eskortiert von «Surchrut», Kartoffeln, «Zwibeleschweitzi» und Apfelmus. Bewertet werden aber auch Gastlichkeit, Präsentation, Service und Atmosphäre.

Gestrenges Schiedsgericht
Roland Eglin, seines Zeichens Tafelmajor und Arzt im Ruhestand, erläutert mit träfen Worten und in unverkennbarem «Baseldytsch» den wohlüberlegten Entscheid des Schiedsgerichts beziehungsweise der Generalversammlung. An der Saisonschluss-Metzgete in der «Brönni« vom 15. März wurden die aufgetischten Köstlichkeiten von 15 Juroren und Jurorinnen geprüft. Ein denkwürdiger Anlass, der sogar dem Schweizer Fernsehen tags darauf ein Beitrag in der Sendung «Schweiz aktuell» wert war (www. sf.tv/sendungen/schweizaktuell/archiv. php > 16.3.2009). «Es gab auch schon Jahre, in denen wir keinen Betrieb auszeichnen konnten – dieses Jahr kamen gleich zwei in die engere Wahl», so Eglin. Doch mit der Gesamtnote von sagenhaften 5,4 Punkten obsiegte schliesslich die «Brönni» in Schwarzenberg. Mit Fleisch und Würsten vom Langerlenhof, meisterlich zubereitet von Störmetzger Sepp Rüssli und seiner Crew.

Ein «hervorragend» fürs Chessifleisch
Insbesondere die Blutwürste erzielten Bestnoten, mit einer 5,38 für Feinheit und Homogenität – dabei geht es insbesondere um die «Bölleverteilung» –, ein 5,42 für den sauberen Schnitt und ein 5,08 für Oralhaptik und Munderotik, mit dem schlichten Zusatz «ergreifend!». Punkten konnten aber auch das «Schnörrli» (5,94) und der Speck (5,23) – das Chessifleisch wurde gar mit dem Spitzenwert – einer glatten 6 – bewertet. Etwas weniger Punkte erhielten die Leberwürste, was Roland Eglin jedoch damit begründete, dass die Geschmäcker bei diesen weit auseinander lägen und eine einheitliche Benotung deshalb kaum möglich sei.

Begehrte Urkunde
Nach Eröffnungsapéro und Nachtessen mit Fischchnusperli und Grilliertem (unter anderem vom Pferd!) erfolgt das obligate Absingen der VBL-Hymne – stehend vorgetragen nach der Melodie «Heil Dir Helvetia», mit der Hand auf dem Bauch. Diese beinhaltet so sinnige Zeilen wie: «Heil Dir, geliebtes Schwein, Heil Dir, Blutwurstverein» oder «Ehre der Leberwurst und dem saumäss'gen Durst». Daraufhin Händeschütteln, wechseln Blumenstrauss, Urkunde und Gedenktafel die Besitzer. Sichtlich stolz über das Erreichte zeigen sich die Ausgezeichneten, wenn das Ganze zwar auch, aber nicht nur, tierisch ernst gemeint ist. Bei Kaffee und Gebranntem – wie es sich in einer «Brönni» gehört – klingt der Abend aus. Der Frage des Schreibenden nach dem Unterschied von «Oralhaptik» und «Munderotik» – das eine scheint der Oberbegriff des Anderen zu sein – folgt umgehend die Einladung zu einem Studiengang an der angesehenen VBL-Akademie. Wer einen solchen erfolgreich abschliesst, kann zum diplomierten Experten-VBL vereidigt werden und darf in diesem Fall an den jährlich rund zehn zu bewertenden, vom Tafelmajor bestimmten Metzgeten als Juror teilnehmen.

Guido Gallati

Mehr über den VBL im Internet unter www.vbl.ch

© Region - die Wochenzeitung
www.dieregion.ch

Oltner Tagblatt, 29. September 2006:


© Oltner Tagblatt
www.oltnertagblatt.ch

Berner Zeitung BZ, 6. September 2004:

Ein Preis für die «Denkmal»-Blutwurst

Der Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste hat der Wirtsherrschaft des Restaurants Denkmal in Neuenegg einen Preis verliehen: Für ihre Blut- und Leberwürste und das «Metzgete»-MenÜ.

«Heil Dir, geliebtes Schwein», beginnt die Hymne des Vereins zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste (VBL). Der Satz, zu dem auch Vegetarier und Tierschützer Ja sagen könnten, ist aber nicht in deren Sinne auszulegen. Die Liebe des in der Ost- und Innerschweiz beheimateten VBL gilt nicht etwa dem Wesen des Borstentiers, sondern dessen Fleisch und Blut. Deren Erforschung widmet sich eine Delegation des VBL das ganze Jahr hindurch, vor allem in den Wintermonaten, wo in vielen Restaurants «Metzgete»-MenÜs aufgetischt werden.

Bestnote 5,5
«Letztes Jahr haben Delegationen des Vereins mehrmals bei uns gegessen», sagt «Denkmal»-Wirtin Marianne Hank-Wyssmann. «Dass wir jetzt einen Preis bekommen, ist eine grosse Überraschung.» Am Freitag ehrte der VBL die Wirtsherrschaft des Restaurants Denkmal, Marianne Hank, ihren Bruder Urs Wyssmann und deren Vater, den Störmetzger Samuel Wyssmann mit einer schmucken Tafel. Dazu VBL-Pressesprecher Guy-Louis Zander: «Diese Metzgete hat unter allen in der Schweiz getesteten die Bestnote 5,5 erreicht. Ausschlaggebend waren die Güte der Würste, die Vielfalt der Saustücke und die Freilandhaltung der Tiere.» «Heil Dir, Blutwurstverein. Ehre der Leberwurst und dem saumässigen Durst», lautet die VBL-Hymne weiter. Der Text lässt an Studentenbesäufnisse denken, an mit literweise Bier begossene Wurst- und Fleischorgien.

Studentenverein von 1968
Die VBL-Vorstandsmitglieder Armin und Susi Huber lachen und erzählen, dass der Verein 1968 gegründet worden sei. «Ja, wir sind alte Achtundsechziger. Die Idee zur Gründung eines Vereins zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste entstand tatsächlich an einem unserer Studentenabende», erklärt Huber. Und Susi Huber fügt bei, dass es der Verein bis vor Kurzem nicht beim Degustieren und Theoretisieren belasse. «Wir machten bis vor kurzem mindestens einmal im Jahr selber Blutwürste.» Gut zu schneiden müssten diese sein, aromatisch, mit Fett- und Zwiebelstücklein regelmässig durchsetzt und möglichst handgemacht in einem echten Darm.

Andere Achtundsechziger
Die VBL-Hymne wird nach der Melodie von «Heil die Helvetia gesungen». «Da ist natürlich auch ein leises Augenzwinkern dabei», sagt Susi Huber.

Wirtsleute Marianne Hank und ihr Bruder Urs Wyssmann gehören ebenfalls zu den Achtundsechzigern. Nach ihren Grosseltern und Eltern haben sie 1988 das Restaurant Denkmal auf dem Bramberg bei Neuenegg übernommen. «Ich sagte zu meinem Bruder: Die Metzgete-Tradition ziehen wir weiter», erzählt Marianne Hank. Anfangs hätte man auch noch selber Schweine gehalten. Damit aber aufgehört und jeweils beim Metzger halbe Tiere geholt. «Heute kaufen wir nur noch das Rohmaterial für unser ‹Metzgete›-Menü.» Die Blut- und Leberwürste stellt die Familie Hank-Wyssmann jeweils am selben Tag her, wo diese als aufgetischt werden. Das «Metzgete»Menü besteht aus drei Gängen: «Zuerst gibt es Blut- und Leberwurst mit Apfelstückli, dann unsere Bauernbratwurst mit Rösti und zuletzt Schweinsbrägu mit Kartoffelstock», zählt die Wirtin auf. Wer dann noch mag, kann noch gebrannte Crème und Brätzeli ordern. Dieses Menü hat sich die VBL-Delegation anlässlich der Preisverleihung einverleibt. Und natürlich noch die Hymne gesungen.

30 Jahre an «Metzgeten»
Der Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste (VBL) wurde 1968 von Studenten in Unter-Albis ZH gegründet. Man traf sich zu «Metzgete»-Degustationen, die seit nunmehr über 30 Jahren nach denselben Kriterien geprüft werden. Zu den rund 60 Mitgliedern gesellen sich Mitglieder im Ausland sowie an der schweizerischen VBL-Akademie eingeschriebene Studenten, welche zum diplomierten Experten-VBL vereidigt werden können. Der VBL unterstützt die artgerechte Schweinehaltung und die Pflege des Handwerks. Am 24. März wird der Tag des Blutes gefeiert, im August eine Sommermetzgete zelebriert.

© Berner Zeitung BZ
www.bernerzeitung.ch

  Interview von Radio 24 vom 16. Oktober 2003. high quality/high speed (mp3):
high quality/high speed (wma):
low quality/normal (wma):



Südkurier, 5. März 2002:

© Südkurier
www.suedkurier.de

Frau Edeltraud Bachmann vom "Landgasthof Löwen" in Aichen/Schwarzwald, wo uns diese
Metzgete serviert wurde, machte uns freundlicherweise auf diesen Artikel aufmerksam.

NZZ Folio, Nr. 10, 1. Oktober 2001:

AUS DEM VEREINSLEBEN

Um die Wurst

Walter Keller, Sie sind Gründungsmitglied des Vereins zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste (VBL). Was liegt denn im Argen? Der Verein wurde 1968 gegründet, als in der Schweiz der Wohlstand ausbrach und alle nur noch Steaks und Schnitzel essen wollten. Würste und Innereien allgemein galten plötzlich als minderwertig. Dagegen wollten wir ankämpfen. Heute dürfen wir mit einiger Befriedigung feststellen, dass Blut- und Leberwürste wieder ein besseres Image haben.

Wie haben Sie das Ziel erreicht? Worin besteht Ihre Vereinsarbeit? Wir unterstützen Lokale mit einer Metzgete direkt, indem wir dort einkehren, während der Saison von Ende September bis Mitte März zum Teil wöchentlich. Die Auswahl der Lokale trifft der alljährlich wechselnde Tafelmajor. Ein vereidigtes Degustatorengremium prüft die Erzeugnisse, und dann wird der bestbenoteten Wirtsherrschaft der VBL-Preis übergeben. Zudem beschickt der VBL Kunstkommissionen, unterstützt die artgerechte Schweinehaltung sowie die Pflege des Handwerks. Und am 24. März feiern wir den «Tag des Blutes».

Mit was? Mit Blut- und Leberwürsten natürlich.

Was zeichnet eine gute Wurst aus? Bei der Blutwurst erkennt man die Qualität bereits am Schnitt. Die Wurst sollte nicht gross spritzen, sie sollte stichfest sein, so dass man sie schneiden und mit der Gabel essen kann - nur Banausen essen eine Blutwurst als Brei! Schwieriger ist es bei der Leberwurst, die man als Brei essen darf. Da sind die Geschmäcker sehr verschieden. Im Aargau etwa tut man Weinbeeren in die Füllung, in Zürich liebt man die Leber pur. Insofern gibt es nicht nur den Rösti-, sondern auch den Leberwurst-Weinbeeren-Graben.

Was halten Sie von den Gourmet-Metzgeten mit winzigen Würstchen? Dagegen ist nichts einzuwenden. Ich bin selber mit gut 50 mittlerweile in einem Alter, wo ich nicht immer die ganze Schlachtplatte essen will. Entscheidend ist nicht die Grösse der Wurst, sondern das, was in ihr steckt.

© NZZ
www.nzz.ch

Berliner Zeitung 2.12.1998:
INTERNET: Der "Verein zur Förderung des Ansehens der Blut- und Leberwürste", kurz VBL, feierte im Oktober mit einem rauschenden Fest sein 30jähriges Bestehen. Seither werden regelmässig "Schlachtplatten" in Wirtshäusern organisiert, die sich tierischer Beliebtheit bei den mittlerweile 60 Mitgliedern erfreuen. Neben dem Blick in die ruhmvollen Gründertage bemüht sich der Schweizer Verein um adäquate Erklährungen der Materie und hat gar eine Akademie gegründed. Nur wer diese Hürde nimmt, kann Vollmitglied werden. Nicht-Eidgenossen steht die Möglichkeit einer "korrespondierenden Mitgliedschaft" frei, jedoch ohne Stimmrecht. Einmal im Jahr, am 24. März, begehen die Wurst-Fetischisten den "Tag des Blutes" und entscheiden über die Verleihung des VBL-Preises für ein Wirtshaus.

© Berliner Zeitung
www.BerlinOnline.de

Herr Kurt Jaworski aus Berlin machte uns
freundlicherweise auf diesen Artikel aufmerksam.

Schweizerischer Beobachter April 1996:

Die Bibel fürs Vereinsleben ist da

Der neue Beobachter-Ratgeber «Unser Verein» sagt, was rund ums Vereinsleben zu beachten ist.

Aus Jux vor 28 Jahren gegründet und noch heute recht lebenstüchtig, besonders in dieser Jahreszeit: der Verein zur Hebung des Ansehens der Blut- und Leberwürste. Allerdings ist die Generalversammlung und die Wahl des Vorstandes eher Nebensache. Erst bei der Vereinstätigkeit blühen die Mitglieder auf. Landauf, landab beurteilen sie die «Metzgete». Den Wirten stellen sie eine Urkunde aus; für Metzgete-Fans haben sie einen «Metzgete-Führer» ausgearbeitet. Gleichberechtigung ist bei diesen Wurstexperten eine Selbstverständlichkeit. Sowohl ein Tafelmajor als auch eine Tafelmayonaise (nicht etwa Majorin) kann die Gelage präsidieren. Die Blutwurst- und Leberwurst-Fans sind ein besonders ausgefallener Klub. Aber auch prosaische Vereine wie Sportklubs oder Gewerbevereine funktionieren nach ähnlichen Regeln. Wenn die Vereinsmitglieder zuhören können, geeignete Persönlichkeiten die Vorstandsposten besetzen und eine zeitgemässe Administration zum Zuge kommt - dann artet das Vereinsleben nicht zur Vereinsmeierei aus. Der neue Beobachter-Ratgeber hilft dabei. Die Autoren, Peter Schneider und Markus Thurnherr, haben in weiten Teilen des rund 200seitigen Ratgebers «Unser Verein» Neuland beschritten. Im Zentrum stehen die praktischen Erfordernisse der Vereinstätigkeit. Meist liegt's ja nicht an juristischen Problemen, wenn die Generalversammlung eines Grossvereins zum Misserfolg wird. Ein Präsident, der keine brauchbare Checkliste erstellt, einen zu kleinen Saal mietet, die Einladung nicht rechtzeitig verschickt und bei seinen Erläuterungen auf den Hellraumprojektor verzichtet, der darf nicht mit tosendem Applaus seitens der Mitglieder rechnen. Solche Fehler lassen sich vermeiden. Das Kapitel im neuen Ratgeber über die Generalversammlung sagt, wie man's richtig macht. › Das Kapitel «Zuhören und Reden» möchte man auch allen Teilnehmern von Gemeindeversammlungen ans Herz legen. Die Autoren geben nämlich eine Anleitung, wie man sich in fünf präzisen Sätzen zum Verhandlungsgegenstand äussert. Dauernd aktuell sind die Tips zu Abstimmungsverfahren: Wenn der Vorstand Gegenvorschläge und Anträge korrekt zur Entscheidung bringt, verhindert er damit endlose Diskussionen.

© schweizerischer beobachter
www.beobachter.ch

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